Keramikmuseum Westerwald öffnet seine Türen

10.05.20

Ab dem 12. Mai, nach über achtwöchiger Schließung, öffnet das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen seine Pforten. Die Besucher erwartet eine neu konzipierte Präsentation mit Werken von Beate Kuhn und pünktlich zum 100. Geburtstag Hans Copers werden erstmals die in der Sammlung befindlichen Stücke des Keramikers - zusammen mit Objekten seiner Kollegin Lucie Rie - bis zum Ende des Jahres gezeigt.

 

 

 

Fotos: Keramikmuseum Westerwald


PORZELLAN DER KPM BERLIN 1918–1988

06.05.20

GESCHICHTE, KÜNSTLER UND WERKE

VON TIM D. GRONERT

In seinem nach über zehnjähriger Forschungsarbeit soeben im Deutschen Kunstverlag erschienenen, dreibändigen Werk PORZELLAN DER KPM BERLIN 1918–1988 widmet sich Autor Tim D. Gronert in Wort und Bild ausführlich der modernen Berliner Porzellanproduktion in den siebzig Jahren zwischen 1918 und 1988 als die KPM offiziell „Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin“ hieß. Die vorliegenden Bände behandeln „Geschichte, Künstler und Werke“ des ältesten noch produzierenden Unternehmens Berlins und schließen eine gewichtige Forschungslücke.

Einführend wird die spannende Historie der Manufaktur im 20. Jahrhundert beleuchtet. Anhand von über 3.000 Objekten erlaubt der Autor dann in zwei Bildbänden einen Blick auf die enorme Formenvielfalt und künstlerische Dekorgestaltung des modernen Kunst- und Gebrauchsporzellans der KPM. Begleitet werden die ansprechenden Fotografien von wissenschaftlich fundierten Texten, die das Ergebnis einer jahrelangen Recherche darstellen. Eine Besonderheit bietet der Biografieband, der in 65 Aufsätzen von Leben und Arbeit der wichtigsten Modell- und MalereientwerferInnen der Epoche berichtet. Zahlreiche KünstlerInnen werden hier erstmals gewürdigt, an andere wird nach teils langen Jahren der Vergessenheit erneut erinnert.

 

 BAND I: 1918–1943

 BAND II: 1944–1988

 BAND III: Künstlerbiografien

Die drei Bände (Hardcover, 24 x 30 cm; 1404 Seiten, ca. 2000 Abb.) sind erschienen im Deutscher Kunstverlag (DKV); Auflage: 1 (23. März 2020)
ISBN-10: 3422971475  ISBN-13: 978-3422971479

Burgauer Porzellan von Jugendstil bis Art déco

26.02.20

Porzellan-Manufaktur Burgau a.S. Ferdinand Selle

 

Porzellan-Manufaktur


Burgau a. S. Ferdinand Selle


1901 – 1929


 

Werkkatalog

Herausgegeben von
Birgitt Hellmann
für die Städtischen Museen Jena

erschienen 2020
352 Seiten

ISBN 978-3-942176-55-2

Eine Spezialsammlung des Jenaer Stadtmuseums bilden die Porzellane aus der von dem Kaufmann FERDINAND SELLE (1862-1915) gegründeten Manufaktur, die von 1901 bis 1929 in dem wenige Kilometer südlich von Jena gelegenen Ort Burgau existierte. In diesen drei Jahrzehnten produzierte sie vorwiegend Gebrauchsgeschirre, aber auch Mokka-Sammeltassen und Zierporzellane, und stellte 15 verschiedene Serviceformen her. Davon entwarf Selle sechs Service selbst, konnte aber auch namhafte Künstler wie HENRY VAN DE VELDE, ALBIN MÜLLER sowie FIA und RUDOLF WILLE für Entwürfe gewinnen. Die Porzellane sind Musterbeispiele der ästhetischen Reformbestrebungen in Europa und veranschaulichen den Formenwechsel vom Jugendstil zum Art déco. Obwohl nach dem Konkurs der Fabrik 1929 alle Firmenunterlagen vernichtet worden waren, haben Nachforschungen zur Auffindung von über 600 Formteilen und Dekoren geführt, die in diesem Werkkatalog erstmals in Text und Bild enthalten sind. Mehrere fundierte Beiträge erhellen die Geschichte des Unternehmens und beleuchten den zeit- und kulturgeschichtlichen Hintergrund.
(Text entnommen von dem rückseitigen Cover des Werkkataloges)

Dieser Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung

Burgauer Porzellan von Jugendstil bis Art déco

im Stadtmuseum Jena vom 14. Dezember 2019 bis 29. März 2020

JenaKultur Stadtmuseum Jena

 

Haughton International Seminar

12.02.20

Haughton International Seminar

“The Secrets of the Bedroom and the Boudoir”

"Die Geheimnisse des Schlafzimmers und des Boudoirs"

At The British Academy, 11 Carlton House Terrace, London SW1Y 5AH

Wednesday 24th & Thursday 25th June 2020

Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25. Juni 2020

Wir freuen uns sehr, ankündigen zu können, dass das diesjährige internationale Haughton-Seminar mit dem Titel "Die Geheimnisse des Schlafzimmers und des Boudoirs" am Mittwoch, den 24. und Donnerstag, den 25. Juni 2020, wieder in der British Academy, 11 Carlton House Terrace, London SW1Y 5AH https://www.thebritishacademy.ac.uk, stattfinden wird.  Jedes Jahr bringen wir die bedeutendsten internationalen Redner zusammen, um ihr Wissen und ihre Leidenschaft mit einem dankbaren Publikum zu teilen.

Alle Informationen zu diesem spannenden Seminar können auf unserer Website eingesehen werden::

https://www.haughton.com/seminar-2020

Wie Sie sehen können, umfasst das Seminar eine außergewöhnliche Bandbreite an Vorträgen, die von so vielen internationalen Referenten gehalten werden. 

Tickets können ab Montag, dem 2. März 2020, 15.00 Uhr (GMT) online gekauft werden.

Einzelheiten zu unseren internationalen Haughton-Seminaren der vergangenen Jahre können auf https://www.haughton.com zusammen mit über 200 wissenschaftlichen Artikeln, die im Laufe der Jahre verfasst wurden, eingesehen werden.

Wir freuen uns darauf, Sie im Juni zu einem weiteren wunderbaren und aufregenden Ereignis zu begrüßen.

Meissen - Folies de porcelaine

28.01.20

Das Musée Ariana Genf zeigt vom 07. Februar bis 06. September 2020 folgende Ausstellung:

MEISSEN VERRÜCKT NACH PORZELLAN 

Verborgene Schätze aus Schweizer Sammlungen 

Flyer      Programm


Steinzeug Westerwälder Art aus Klarenthal-Krughütte

24.01.20

Bereits der Name „Krughütte“ verdeutlicht, dass in dieser Ortschaft im Westen der Landeshauptstadt Saarbrücken früher Töpfereien aktiv waren. Seit 1721 bis in das 19. Jahrhundert wurden hier aus den lokalen Tonvorkommen Gebrauchsgeschirre und technische Keramik aus Steinzeug nach Westwälder Art hergestellt. Durch intensive heimatkundliche Forschungen von Christian Kneip, Carl Büch, Hans Spiegel und Albrecht Rixecker blieb die Kenntnis um die Steinzeugtöpferei in Krughütte bis in die heutige Zeit erhalten. Allerdings fehlte es bislang weitestgehend an Erzeugnissen, die den vor Ort tätigen Handwerkern sicher zugeordnet werden konnten.

Vor diesem Hintergrund war es zweifelsohne ein Glücksfall, dass der Heimatkundliche Verein Gersweiler-Ottenhausen im Jahr 2004 bei einer Bodenforschungsmaßnahme in der Krughütter Friedrichstraße Werkstattabfälle einer ehemaligen Töpferei sichern konnte. Dabei wurden fast 4.000 Fragmente von Töpfen, Kannen, Krügen, Flaschen, Schüsseln, Tellern und Brennhilfen geborgen, gereinigt und anschließend im Gersweiler Rathaus deponiert.

In den letzten zwei Jahren hat die promovierte Archäologin und Keramikexpertin Eva Blanc aus Neulussheim die Steinzeugfunde wissenschaftlich aufgearbeitet. Aus dieser fruchtbaren Kooperation ist der vorliegende Band zur Steinzeugtöpferei in Krughütte entstanden. Im ersten Teil werden zunächst die geschichtliche Entwicklung des Keramikstandortes sowie die Schicksale und Wanderungsbewegungen der Töpferfamilien dargestellt. Es folgen eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Grabungskampagne 2004 sowie eine kritische Analyse der vielfältigen Formen und Dekore der Funde. Der zweite Teil enthält eine reich bebilderte Dokumentation von 115 repräsentativen Belegstücken.

Aus Sicht der baden-württembergischen Autorin hat sich der fachliche Blick ins Saarland gelohnt: „Mit der wissenschaftlichen Auswertung der materiellen Hinterlassenschaften der Ausgrabung „Klarenthal-Krughütte, Friedrichstraße 19“ konnte der Steinzeugforschung ein weiteres Puzzleteil hinzugefügt werden. Aus Scherben wird Geschichte.“

Mit der im Januar erscheinenden Publikation von Eva Blanc setzen die Gersweiler Heimatforscher ihre Bücherreihe zum Gewerbefleiß und zum Kunsthandwerk im Saarbrücker Westen fort. Für sie ist es zugleich Ansporn, in Krughütte eine weitere Grabung nach Steinzeug auf den Weg zu bringen.

 Der 112 Seiten starke und gut ausgestattete Band kann bei der Geschäftsstelle des Heimatkundlichen Vereins Gersweiler-Ottenhausen im ehemaligen Gersweiler Rathaus zum Preis von 17,80 € bezogen werden (E-Mail: hkv@hkv-gersweiler.de, Tel.: 0681-700386, 0681-70500 und 0681-5014133, Web: www.hkv-gersweiler.de).

Nationales Keramikinventar der Schweiz (1500-1950) ist ab 01.12.2019 online

19.12.19

Heege

Die Schweiz hat eine reiche keramische Tradition, die Abbild der Vielgestaltigkeit und kulturellen Vielfalt des Landes ist. Dessen ist man sich wenig bewusst. Keramisch nimmt man die Schweiz als ein Randgebiet im europäischen Umfeld wahr. Man weiss vielleicht, dass es in Zürich und in Nyon im 18. Jahrhundert zwei Porzellanmanufakturen gab. Vielleicht weiss man auch, dass damals verschiedene Fabriken bemaltes Fayencegeschirr produzierten, das Bernbiet vor allem für seine Irdenwaren und die Stadt Winterthur im 17. Jahrhundert für ihre Fayencen berühmt waren. Was aber weiss man sonst? Und wie sah das Geschirr aus, das von dort kam?

Vom Reichtum dessen, was in der Schweiz an Erzeugnissen aus gebranntem Ton gefertigt oder ins Land eingeführt wurde, lässt sich in den Sammlungen der Schweizer Museen eine gute Vorstellung gewinnen. Dieses Erbe von nationaler und internationaler Bedeutung ist aber nicht nur dem allgemeinen Publikum, sondern selbst den Fachleuten weitgehend unbekannt. Das meiste davon ist heute nicht mehr ausgestellt oder wurde noch nie publiziert. Die CERAMICA-Stiftung in Basel hat daher 2009 das Inventarisationssprojekt «CERAMICA CH» initiiert, mit dem Ziel, ein nationales Inventar der öffentlich zugänglichen Sammlungen neuzeitlicher Gefässkeramik (1500–1950) zu erarbeiten. Drei Kantonsinventare (Neuenburg, Solothurn und Waadt) wurden bis heute erstellt und publiziert.

Mit dem vierten Kantonsinventar Graubünden beschreitet das Nationale Keramikinventar neue Wege. Alle erhobenen Daten und Auswertungstexte werden ab Dezember 2019 als zweisprachige Homepage (Deutsch und Französisch, abschliessender Ausbau bis 2022) und Bilddatenbank im Internet frei zugänglich und recherchierbar sein. Bis Ende 2020 sollen auch die gedruckten Kantonsinventare in die digitale Fassung überführt werden, womit die Bilddatenbank ca. 10.000 Datensätze umfassen würde. Ergänzende Informationen zu den beteiligten Museen und ihren Keramiksammlungen, den Herstellern und Manufakturen sowie den Gefässformen runden das Bild ab und werden durch eine umfangreiche Bibliographie und ein Glossar zur Keramik ergänzt. Das Kantonsinventar Graubünden wird voraussichtlich bis Ende 2021 abgeschlossen. Alle fertig bearbeiteten Museumssammlungen werden sukzessive aufgeschaltet. 

(document in english)         (document en français)

Erschienene Publikationen:

Roland Blaettler, CERAMICA CH III/1: Vaud (Nationales Inventar der Keramik in den öffentlichen Sammlungen der Schweiz (1500-1950), Sulgen 2017. ISBN 978-3-7165-1830-4

Roland Blaettler/Rudolf Schnyder, CERAMICA CH II: Solothurn (Nationales Inventar der Keramik in den öffentlichen Sammlungen der Schweiz (1500-1950), Sulgen 2014. ISBN 978-3-7165-1801-4

Roland Blaettler/Peter Ducret/Rudolf Schnyder, CERAMICA CH I: Neuchâtel (Inventaire national de la céramique dans les collections publiques suisses (1500-1950), Sulgen 2013. ISBN 978-3-7165-1776-5

Meissen Porcelain in the Collections of Wawel Royal Castle

05.11.19

Krakau, 3. September – 1. Dezember 2019

https://wawel.krakow.pl/en/exhibition-temporary/meissen-porcelain-in-the-collections-of-wawel-royal-castle

Wawel Royal Castle holds more than four hundred pieces of tableware and figures produced in the world-renowned Meissen porcelain manufactory (. Comprising largely early, often rare, works it is the leading collection of its kind in Poland. The exhibition Meissen Porcelain in the Collections of Wawel Royal Castle presents a unique opportunity to see all of these exquisite objects together.
Arranged thematically by either subject matter or decorative technique, the works present an overview of the key lines of development of the manufactory founded in 1710 by Augustus II the Strong, king of Poland and elector of Saxony.
The exhibition opens with a Böttger stoneware vessel and several pieces of the earliest porcelain produced at Meissen, which were sent out to be decorated, most often to the goldsmiths of Augsburg. The wares produced in the 1720s and 1730s, and decorated in the painting workshop established at Meissen by Johann Gregorius Höroldt, are especially fine.
Some pieces are decorated with chinoiserie scenes, others with European motifs. Several of the works on view – hexagonal vases and dishes decorated after Far Eastern originals – come from Augustus II’s Japanese Palace in Dresden.
Brilliant enamel colors and elegant compositions of decorative motifs characterize Meissen wares painted in the Kakiemon style. Under King Augustus III, the production of porcelain services gained ground. Two of the most celebrated Baroque armorial dinner services, produced for the king’s prime ministers Aleksander Józef Sułkowski and Heinrich von Brühl, are well represented in the exhibition. An exceptional group of objects with a Polish connection, includes cups and saucers from an armorial service presented to Queen Marie Leszczyńska of France by Augustus III. Vessels from the service of Adam Stanisław Götzendorf-Grabowski, prince-bishop of Warmia, also bear heraldic decoration.
The exceptional range and talent of the Meissen artists are on full display in wares with applied molded decoration, animal-shaped vessels, and decorative figures once used to create centerpieces for dessert tables. The tour de force of Wawel’s Meissen collection is the Crucifixion of 1744, a large figural group by the eminent sculptor Johann Joachim Kaendler.

https://wawel.krakow.pl/en/exhibition-temporary/meissen-porcelain-in-the-collections-of-wawel-royal-castle

Toronto

22.08.18

Toronto Symposium

Archiv - Mitteilungen

Alle bisher veröffentlichten Mitteilungen sind in der nachfolgenden Tabelle jahrgangsweise zusammengestellt:

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