PORZELLAN DER KPM BERLIN 1918–1988

06.05.20

GESCHICHTE, KÜNSTLER UND WERKE

VON TIM D. GRONERT

In seinem nach über zehnjähriger Forschungsarbeit soeben im Deutschen Kunstverlag erschienenen, dreibändigen Werk PORZELLAN DER KPM BERLIN 1918–1988 widmet sich Autor Tim D. Gronert in Wort und Bild ausführlich der modernen Berliner Porzellanproduktion in den siebzig Jahren zwischen 1918 und 1988 als die KPM offiziell „Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin“ hieß. Die vorliegenden Bände behandeln „Geschichte, Künstler und Werke“ des ältesten noch produzierenden Unternehmens Berlins und schließen eine gewichtige Forschungslücke.

Einführend wird die spannende Historie der Manufaktur im 20. Jahrhundert beleuchtet. Anhand von über 3.000 Objekten erlaubt der Autor dann in zwei Bildbänden einen Blick auf die enorme Formenvielfalt und künstlerische Dekorgestaltung des modernen Kunst- und Gebrauchsporzellans der KPM. Begleitet werden die ansprechenden Fotografien von wissenschaftlich fundierten Texten, die das Ergebnis einer jahrelangen Recherche darstellen. Eine Besonderheit bietet der Biografieband, der in 65 Aufsätzen von Leben und Arbeit der wichtigsten Modell- und MalereientwerferInnen der Epoche berichtet. Zahlreiche KünstlerInnen werden hier erstmals gewürdigt, an andere wird nach teils langen Jahren der Vergessenheit erneut erinnert.

 

 BAND I: 1918–1943

 BAND II: 1944–1988

 BAND III: Künstlerbiografien

Die drei Bände (Hardcover, 24 x 30 cm; 1404 Seiten, ca. 2000 Abb.) sind erschienen im Deutscher Kunstverlag (DKV); Auflage: 1 (23. März 2020)
ISBN-10: 3422971475  ISBN-13: 978-3422971479

Burgauer Porzellan von Jugendstil bis Art déco

26.02.20

Porzellan-Manufaktur Burgau a.S. Ferdinand Selle

 

Porzellan-Manufaktur


Burgau a. S. Ferdinand Selle


1901 – 1929


 

Werkkatalog

Herausgegeben von
Birgitt Hellmann
für die Städtischen Museen Jena

erschienen 2020
352 Seiten

ISBN 978-3-942176-55-2

Eine Spezialsammlung des Jenaer Stadtmuseums bilden die Porzellane aus der von dem Kaufmann FERDINAND SELLE (1862-1915) gegründeten Manufaktur, die von 1901 bis 1929 in dem wenige Kilometer südlich von Jena gelegenen Ort Burgau existierte. In diesen drei Jahrzehnten produzierte sie vorwiegend Gebrauchsgeschirre, aber auch Mokka-Sammeltassen und Zierporzellane, und stellte 15 verschiedene Serviceformen her. Davon entwarf Selle sechs Service selbst, konnte aber auch namhafte Künstler wie HENRY VAN DE VELDE, ALBIN MÜLLER sowie FIA und RUDOLF WILLE für Entwürfe gewinnen. Die Porzellane sind Musterbeispiele der ästhetischen Reformbestrebungen in Europa und veranschaulichen den Formenwechsel vom Jugendstil zum Art déco. Obwohl nach dem Konkurs der Fabrik 1929 alle Firmenunterlagen vernichtet worden waren, haben Nachforschungen zur Auffindung von über 600 Formteilen und Dekoren geführt, die in diesem Werkkatalog erstmals in Text und Bild enthalten sind. Mehrere fundierte Beiträge erhellen die Geschichte des Unternehmens und beleuchten den zeit- und kulturgeschichtlichen Hintergrund.
(Text entnommen von dem rückseitigen Cover des Werkkataloges)

Dieser Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung

Burgauer Porzellan von Jugendstil bis Art déco

im Stadtmuseum Jena vom 14. Dezember 2019 bis 29. März 2020

JenaKultur Stadtmuseum Jena

 

Haughton International Seminar

12.02.20

Haughton International Seminar

“The Secrets of the Bedroom and the Boudoir”

"Die Geheimnisse des Schlafzimmers und des Boudoirs"

At The British Academy, 11 Carlton House Terrace, London SW1Y 5AH

Wednesday 24th & Thursday 25th June 2020

Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25. Juni 2020

Wir freuen uns sehr, ankündigen zu können, dass das diesjährige internationale Haughton-Seminar mit dem Titel "Die Geheimnisse des Schlafzimmers und des Boudoirs" am Mittwoch, den 24. und Donnerstag, den 25. Juni 2020, wieder in der British Academy, 11 Carlton House Terrace, London SW1Y 5AH https://www.thebritishacademy.ac.uk, stattfinden wird.  Jedes Jahr bringen wir die bedeutendsten internationalen Redner zusammen, um ihr Wissen und ihre Leidenschaft mit einem dankbaren Publikum zu teilen.

Alle Informationen zu diesem spannenden Seminar können auf unserer Website eingesehen werden::

https://www.haughton.com/seminar-2020

Wie Sie sehen können, umfasst das Seminar eine außergewöhnliche Bandbreite an Vorträgen, die von so vielen internationalen Referenten gehalten werden. 

Tickets können ab Montag, dem 2. März 2020, 15.00 Uhr (GMT) online gekauft werden.

Einzelheiten zu unseren internationalen Haughton-Seminaren der vergangenen Jahre können auf https://www.haughton.com zusammen mit über 200 wissenschaftlichen Artikeln, die im Laufe der Jahre verfasst wurden, eingesehen werden.

Wir freuen uns darauf, Sie im Juni zu einem weiteren wunderbaren und aufregenden Ereignis zu begrüßen.

Meissen - Folies de porcelaine

28.01.20

Das Musée Ariana Genf zeigt vom 07. Februar bis 06. September 2020 folgende Ausstellung:

MEISSEN VERRÜCKT NACH PORZELLAN 

Verborgene Schätze aus Schweizer Sammlungen 

Flyer      Programm


Steinzeug Westerwälder Art aus Klarenthal-Krughütte

24.01.20

Bereits der Name „Krughütte“ verdeutlicht, dass in dieser Ortschaft im Westen der Landeshauptstadt Saarbrücken früher Töpfereien aktiv waren. Seit 1721 bis in das 19. Jahrhundert wurden hier aus den lokalen Tonvorkommen Gebrauchsgeschirre und technische Keramik aus Steinzeug nach Westwälder Art hergestellt. Durch intensive heimatkundliche Forschungen von Christian Kneip, Carl Büch, Hans Spiegel und Albrecht Rixecker blieb die Kenntnis um die Steinzeugtöpferei in Krughütte bis in die heutige Zeit erhalten. Allerdings fehlte es bislang weitestgehend an Erzeugnissen, die den vor Ort tätigen Handwerkern sicher zugeordnet werden konnten.

Vor diesem Hintergrund war es zweifelsohne ein Glücksfall, dass der Heimatkundliche Verein Gersweiler-Ottenhausen im Jahr 2004 bei einer Bodenforschungsmaßnahme in der Krughütter Friedrichstraße Werkstattabfälle einer ehemaligen Töpferei sichern konnte. Dabei wurden fast 4.000 Fragmente von Töpfen, Kannen, Krügen, Flaschen, Schüsseln, Tellern und Brennhilfen geborgen, gereinigt und anschließend im Gersweiler Rathaus deponiert.

In den letzten zwei Jahren hat die promovierte Archäologin und Keramikexpertin Eva Blanc aus Neulussheim die Steinzeugfunde wissenschaftlich aufgearbeitet. Aus dieser fruchtbaren Kooperation ist der vorliegende Band zur Steinzeugtöpferei in Krughütte entstanden. Im ersten Teil werden zunächst die geschichtliche Entwicklung des Keramikstandortes sowie die Schicksale und Wanderungsbewegungen der Töpferfamilien dargestellt. Es folgen eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Grabungskampagne 2004 sowie eine kritische Analyse der vielfältigen Formen und Dekore der Funde. Der zweite Teil enthält eine reich bebilderte Dokumentation von 115 repräsentativen Belegstücken.

Aus Sicht der baden-württembergischen Autorin hat sich der fachliche Blick ins Saarland gelohnt: „Mit der wissenschaftlichen Auswertung der materiellen Hinterlassenschaften der Ausgrabung „Klarenthal-Krughütte, Friedrichstraße 19“ konnte der Steinzeugforschung ein weiteres Puzzleteil hinzugefügt werden. Aus Scherben wird Geschichte.“

Mit der im Januar erscheinenden Publikation von Eva Blanc setzen die Gersweiler Heimatforscher ihre Bücherreihe zum Gewerbefleiß und zum Kunsthandwerk im Saarbrücker Westen fort. Für sie ist es zugleich Ansporn, in Krughütte eine weitere Grabung nach Steinzeug auf den Weg zu bringen.

 Der 112 Seiten starke und gut ausgestattete Band kann bei der Geschäftsstelle des Heimatkundlichen Vereins Gersweiler-Ottenhausen im ehemaligen Gersweiler Rathaus zum Preis von 17,80 € bezogen werden (E-Mail: hkv@hkv-gersweiler.de, Tel.: 0681-700386, 0681-70500 und 0681-5014133, Web: www.hkv-gersweiler.de).