Halle - KUNSTHALLE “Talstrasse“

12.11.18

Wir machen nach Halle.
Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks

( 17. November 2018 – 24. Februar 2019)

Eine Ausstellung des Kunstvereins “Talstrasse“ e. V. im Rahmen des Bauhausjubiläums „Bauhaus 100“ in Zusammenarbeit mit dem Gerhard-Marcks- Haus, Bremen und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Cover Ausstellungskatalog_Wir machen nach Halle.tif(Cover Ausstellungskatalog_Wir machen nach Halle)


Erstmals werden in dieser Ausstellung Hauptwerke der Keramikerin Marguerite Friedlaender und des Bildhauers Gerhard Marcks am Ort ihrer Entstehung präsentiert, darunter auch bislang verloren geglaubte Arbeiten. Anhand von mehr als 135 Objekten, darunter 15 Plastiken, 69 Keramiken sowie 51 grafischen
Arbeiten aus 24 öffentlichen und privaten Sammlungen, wird veranschaulicht, wie sich ihre am Bauhaus begründete einzigartige Künstlerfreundschaft in Halle festigt und in ihrem Werk spiegelt.

Wir machen nach Halle.
Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks


Eine Ausstellung des Kunstvereins “Talstrasse“ e. V. im Rahmen des Bauhausjubiläums „Bauhaus 100“ in Zusammenarbeit mit dem Gerhard-Marcks- Haus, Bremen und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Erstmals werden in dieser Ausstellung Hauptwerke der Keramikerin Marguerite Friedlaender und des Bildhauers Gerhard Marcks am Ort ihrer Entstehung präsentiert, darunter auch bislang verloren geglaubte Arbeiten. Anhand von mehr als 135 Objekten, darunter 15 Plastiken, 69 Keramiken sowie 51 grafischen
Arbeiten aus 24 öffentlichen und privaten Sammlungen, wird veranschaulicht, wie sich ihre am Bauhaus begründete einzigartige Künstlerfreundschaft in Halle festigt und in ihrem Werk spiegelt.

Die Ausstellung wird durch eine filmische Spurensuche von Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle mit dem Titel Wir sind in Halle begleitet.

„Wir machen im August nach Halle. Das Bauhaus geht aus dem Leim, der Hauptteil zieht nach Mannheim oder Frankfurt. Ich benutze die Gelegenheit, mich abseits von der esthétique mechanique zu begeben. In Halle werde ich als Bildhauer ohne Klasse in der Kunstgewerbeschule arbeiten (…)“, schrieb Gerhard Marcks aus Dornburg an einen Freund. Marcks und Friedlaender nahmen 1925 einen Ruf an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle an. Unter ihrem und dem Einfluss ihnen nachfolgender
Bauhäusler festigte sich die Position der Schule im Sinne einer besonnenen Modernität. Fern vom Impetus des Demonstrativen hoben sie in Halle die Ideen des Bauhauses im doppelten Wortsinn auf.

Friedlaender übernahm die Leitung der Töpferei und eröffnete 1930 eine Werkstatt für Porzellan. Für die Staatliche Porzellanmanufaktur KPM Berlin übertrug sie mit beispielhafter Konsequenz die formalen und funktionalen Überlegungen aus der handwerklichen Keramik in eine moderne, sachliche und zweckmäßige Formensprache. Im Kontext europäischer Designgeschichte stehen Friedlaenders Porzellane bis heute exemplarisch für eine der Neuen Sachlichkeit und deren Produktsprache verpflichtete
kompromisslose Moderne.

Marcks leitete an der Burg eine Bildhauerklasse und ab 1928 als Direktor die Schule. Es entstanden Schlüsselwerke seines Oeuvres wie die „Thüringer Venus“ von 1930. Im Auftrag der Stadt gestaltete er die überlebensgroßen Tierfiguren der Giebichensteinbrücke über der Saale und für die hallesche Universität die einzigartigen Porträtbüsten von Luther und Melanchthon. Von Halle aus unternahm er seine erste
Studienreise nach Griechenland, die einen Wandel seiner künstlerischen Auffassung einleitete.

An der Burg festigte sich die am Bauhaus begründete, nicht immer konfliktfreie Künstlerfreundschaft, die Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks ihr ganzes Leben lang verband. Die sieben Jahre in Halle waren für beide eine beruflich wie privat glückvolle Zeit. Sie endete 1933, als sie gezwungen wurden, Halle zu verlassen. Anders als andere von den Nazis vertriebene Künstler, kehrten sie nach Kriegsende nicht wieder zurück.

Friedlaender rettete ihr Leben durch Emigration über die Schweiz nach Holland und schließlich 1940 in die USA. Marcks wurde von den Nazis als „entarteter“ Künstler diskreditiert und zog sich in die innere Emigration zurück. Friedlaender ist heute in Europa für ihre Porzellanarbeiten berühmt, in den USA war sie in Zeiten der Hippiebewegung ein Geheimtipp für zivilisationsmüde Keramiker, die ihr neues Leitbild in
der Bauhaustradition fanden. Marcks gilt neben Ernst Barlach, Wilhelm Lehmbruck und Georg Kolbe als einer der großen figürlichen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Werk steht er in der Tradition der klassischen europäischen Bildhauerei, für das Festhalten an der Figuration und am traditionellen handwerklichen Ethos.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch:

Matthias Rataiczyk (Hg.)

Wir machen nach Halle
Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks


Mit Texten von Arie Hartog, Renate Luckner-Bien, Katja Schneider, Mirjam Verhey
Umfang: 160 Seiten, Format: 30 x 22 cm, Hardcover
Preis: 29 Euro

Toronto

22.08.18

Toronto Symposium

Bartmann - weltweit gesucht!

28.06.18

Machen Sie mit und finden Sie in Ihrer Umgebung, auf Kurztrips in der Region oder auch längeren Urlaubsreisen weltweit Bartmänner aus Frechen – in Museen, urigen Restaurants, Antiquitätengeschäften oder… oder … Schicken Sie uns dann ein Foto oder gerne auch ein Selfie mit dem gefundenen Bartmann und eine kurze Geschichte um die Entdeckung. Wir stellen das Ergebnis auf unserer facebook-Seite ein (siehe Album: Steinzeug weltweit).

Wer den Bartmannkrug aufspürt, der die weiteste Distanz von Frechen zurückgelegt hat, wird mit Bartmännern aus Schokolade und einer Nachbildung aus Keramik belohnt.

Einsendeschluss ist der 31. August 2018.

Das Projekt findet in der Fachwelt bereits eine große Resonanz: Im Rahmen des Innovationsprogramms KulturReiseLand NRW wurde es mit dem Innovationspreis Kommunikation ausgezeichnet.

Bartmann - Fund in New York Bartmann - Fund in New York; Text

Fund in New York!

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Ansprechpartnerin: Gudrun Schmidt-Esters (Museumsleiterin)

Adresse: Bonnstraße 12, 50226 Frechen

Öffnungszeiten: Di.-Fr./So. 10 – 17 Uhr, Sa. 14 – 17 Uhr

Eintritt: 5,00/3,00 Euro, Familienkarte 10,00 Euro

Telefon: 02234 – 69 76 90, Fax: 02234 – 69 76 920

E-Mail: info@keramion.de

Info: www.keramion.de

Facebook: „Keramikmuseum – Keramion“

Zwiebelmuster

31.05.18

Buchcover Zwiebelmuster


Das Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Was ist das Besondere an diesem Dekor? Wieso fasziniert er uns seit seiner Entstehung?

Die Geschichte des Zwiebelmusters ist eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Sie blickt auf die künstlerische Entfaltung der Blaumalerei und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung der Manufaktur.

Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Untermauert werden diese mit vielen bisher nicht publizierten chinesischen und frühen Meissener Porzellanen sowie Fayencen mit Zwiebelmustermalereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie sind wichtige Belegstücke für neue und überraschende Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte des Meissener Zwiebelmusters.

 

Zwiebelmuster. Von den Anfängen bis heute

21 x 17 cm, 152 Seiten, 146 Abbildungen
ISBN 978-3-95498-368-1

Meissen Porzellan-Stiftung, Sandstein Verlag

16 Euro

300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur

04.05.18

AUSSTELLUNG     (MI, 16.05.2018–SO, 23.09.2018)

300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR

 https://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=http%3A%2F%2Fwww.mak.at&data=02%7C01%7C%7C99835e2e0b0e464a06dd08d5b12f8b29%7C84df9e7fe9f640afb435aaaaaaaaaaaa%7C1%7C0%7C636609740109675247&sdata=0u41oTGVDFucO1bizbatv0leyRUYgBdUrY3FOZlg0Wg%3D&reserved=0

Quelle:: www.mak.at

 

Mit der umfassenden Jubiläumsausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR beleuchtet das MAK die Geschichte und Bedeutung der zweitältesten europäischen Porzellanmanufaktur. Gegründet im Mai 1718 durch Vergabe eines kaiserlichen Privilegiums zur Porzellanerzeugung an Claudius Innocentius Du Paquier, setzte die Wiener Porzellanmanufaktur in den folgenden Jahrzehnten ästhetische Maßstäbe. Rund 1 000 Objekte aus den Beständen des MAK sowie aus nationalen wie internationalen Sammlungen bieten einen eindrucksvollen Überblick über Wiener Entwicklungen im Kontext asiatischer Vorläufer und europäischer Konkurrenten.
 
Seit seinen Gründungsjahren bewahrt das MAK den Nachlass der ab 1744 kaiserlich geführten, 1864 geschlossenen Wiener Porzellanmanufaktur und widmet sich der Erforschung des Porzellans. Mit Beispielen aus allen Epochen der Produktion gibt der Nachlass einen Überblick über rund 150 Jahre Porzellanherstellung in Wien. Die Wiener Porzellanproduktion deckte ein breites keramisches Spektrum ab: von Tafelservice und Vasen über Uhren, qualitätsvolle Porzellanskulpturen, szenische und florale Miniaturen, Porzellanmalereien mit Reliefgolddekor und Kobaltblau bis hin zu großformatigen Porzellanbildern mit Blumenstillleben.
 
Zu Hauptwerken der Wiener Porzellanmanufaktur, wie dem Porzellanzimmer aus dem Brünner Palais Dubsky (um 1740) oder dem Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl (Wien, 1767/68), liefert die Ausstellung 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR mit bis dato unveröffentlichten Dokumenten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Sowohl das „Dubsky-Zimmer“, eine der ersten Zimmerausstattungen mit europäischem Porzellan, als auch der Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl sind permanent in der von Donald Judd gestalteten MAK-Schausammlung Barock Rokoko Klassizismus ausgestellt.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint die Publikation 300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Rainald Franz, mit Texten von Rainald Franz, Andreas Gamerith, Michael Macek, Errol Manners, Waltraud Neuwirth, Kathrin Pokorny-Nagel, A. Philipp Revertera, Elisabeth Schmuttermeier, Ulrike Scholda, Christoph Thun-Hohenstein, Leonhard Weidinger und Johannes Wieninger. Deutsch/Englisch, ca. 208 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen. MAK, Wien/Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2018. Erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at

Kurator
Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik 

Novität

22.04.18

Novität

Fragile Leidenschaften

12.04.18

Die Porzellansammlung Dr. Alfred Ziffer wird versteigert.

Neumeister Ziffer

Pfauhahn und Pfauhenne
Nymphenburg, Entwurf Theodor Kärner, ab 1906

(Copyright: NEUMEISTER / Thomas Zothner)

Die Sammelleidenschaft Dr. Alfred Ziffers (1958 – 2017), langjähriger Vizepräsident der Gesellschaft der Keramikfreunde und Redakteur von KERAMOS, galt vorangig dem Nymphenburger Porzellan aber auch Kunsthandwerk aus Metall und Glas. Vom 15. bis 17. Mai kann seine Sammlung letztmals bei NEUMEISTER besichtigt werden.

Neumeister Ziffer

Deckelvase
Nymphenburg, Entwurf Rudolf Sieck, ab 1910

(Copyright: NEUMEISTER / Thomas Zothner)

„Sammlung Dr. Alfred Ziffer. Europäisches Kunsthandwerk des 18. bis 20. Jahrhunderts“
Auktion am Fr., 18. Mai, 16 Uhr; Besichtigung Di., 15., bis Do., 17. Mai, 10 bis 17 Uhr

Weitere Informationen erhältlich über das Auktionshaus NEUMEISTER
 Tel. 089/23 17 10-0; info@neumeister.com oder www.neumeister.com

Meissen Porzellan-Stiftung

30.01.18

Sonderausstellung

Falsche Früchte auf echtem Meissener.
Zur Geschichte des Zwiebelmusters.

(1. Februar bis 31. Dezember 2018)

www.porzellan-stiftung.de

   Meissen Stiftung Bild 1      Meissen Stiftung Bild 2

Europäische Fayencen 17. - 18. Jahrhundert im GRASSI Museum für Angewandte Kunst

22.01.18

GRASSI Fayencen

Der Bestand des GRASSI Museums für Angewandte Kunst in Leipzig an Fayencen des 17. und 18. Jahrhunderts ist außergewöhnlich umfangreich und qualitativ herausragend. Seit der Eröffnung des Museums im Jahre 1874 wurden Fayencen kontinuierlich gesammelt, sodass die Kollektion heute ungefähr 540 Geschirre und 150 Fliesen nahezu aller bedeutenden Manufakturen umfasst. Die oft aufwändig gearbeiteten Kunstwerke sind bis heute Belege einer der ideenreichsten Epochen der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte. Sie reflektieren die Lebensformen des 18. Jahrhunderts in ihrer großen Komplexität und ihrem ganzen Reichtum und offenbaren zugleich gesellschaftliche Verhältnisse, repräsentative Ansprüche und zeittypische Sitten.

Die Publikation bietet erstmals einen umfassenden Überblick über den Bestand und die Verluste an europäischen Fayencen im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig.

(Passage-Verlag Leipzig, 376 Seiten mit 939 Abbildungen, 25 €uro. Erhältlich im Museumsshop und im Buchhandel.
ISBN 978-3-95415-067-0)

Haughton International Ceramics Seminar

20.01.18

Haughton


Das Seminar mit dem Titel

“Diplomacy, Power & Wealth”

findet am 27. / 28. Juni 2018 bei Christie’s, 8 King Street, St. James’s, London SW1Y 6QT statt. Für diese Veranstaltung haben die Organisatoren, Brian und Anna Haughton, zahlreiche international bekannte Kuratoren als Referenten gewinnen können. Diese werden das Thema anhand eines breiten Spektrums bedeutender Beispiele vertiefen.

Einzelheiten dieses Seminars finden Sie auf der Internetseite

https://www.haughton.com/details-june-2018/

In diesem Zusammenhang darf auch an die Beiträge der letztjährigen Veranstaltung erinnert werden, die als Videos auf der Internetseite  https://www.haughton.com eingestellt sind.

 

Neue Termine

03.01.18

Verleihung des Richard-Bampi-Preises 2018 am 13. April 2018 im Museum Schloss Fürstenberg, Begleitausstellung bis zum 27. Mai 2018

Auslands-Tagungsreise 2018 nach Warschau und Krakau (Polen) in der Zeit vom 21. bis 25. Juni 2018

Tagungsreise mit Mitgliederversammlung in München am Wochenende 19. bis 21. Oktober 2018