Ergebnisse des Wettbewerbs 2013

Die Jury des Wettbewerbs zur Förderung junger Keramiker hat aus den eingereichten 40 Bewerbungen um den RICHARD-BAMPI-PREIS 2013 folgende, ihr bis nach Feststellung aller Ergebnisse des Wettbewerbs anonym gebliebenen Bewerber, folgende Künstler für die Ausstellung nominiert:

Daniel Grüttner, Kiho Kang, Anna Dorothea Klug, Sunbin Lim, Nina Viktoria Naußed, Sarah Pschorn, Eva Rumpf, Anne-Kathrin Rust, Isabella Sissis, Hannes Uhlenhaut, Ulrike Uschmann und Maria Volokhova

Den RICHARD-BAMPI-PREIS 2013 vergab sie wie folgt:

Frau Anna Dorothea Klug und Herrn Kiho Kang erkannte die Jury jeweils einen ersten Preis, dotiert mit je € 5.500, mit folgenden Begründungen zu:

Kiho Kang

Khio Kang RBP 2013

(GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Fotograf: Christoph Sandig)

Abstrakte plastische Arbeiten greifen in den umgebenden Raum, loten und spannen ihn aus und definieren dabei ihr Zueinander. Dem Thema wird konsequent nachgegangen, in verschiedenen Volumina und Formfindungen. Kiho Kang baut ungewöhnliche, eigenwillige Gebilde, zeichenhaft, souverän, magisch, in einigen scheint die Erinnerung an Gefäße bewahrt. Das große Format wird mühelos beherrscht. Ein Gefühl von Ruhe und Konzentration stellt sich ein. Die Farbe ist zurückgenommen, und doch findet sich im Scherben und in den Glasuren ein Reichtum an sensibel angelegten Nuancen. Das Handwerkliche der Aufbautechnik, die an Korbgeflechte oder Textilstrukturen erinnernde Oberfläche, steht in keinem Widerspruch zur unbedingten Modernität der Komposition.

Anna Dorothea Klug

Dorothea Klug RBP 2013

(GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Fotograf: Christoph Sandig)

Traumgeburten, die mit überraschender Selbstverständlichkeit vor uns stehen, starke plastische Präsenz entfalten und überdies auch in ihrer malerisch-farblichen Erscheinung überzeugen. Surreale Geschöpfe, fremd, eindringlich, aber nicht bedrohlich, beinahe hilflos, somnambul. Nachts, wenn wir tanzen, geht die Phantasie auf Reisen. Der Bote von der Welt dahinter behält sein Geheimnis ebenso für sich wie die träumenden Jungen und die Gruppe der „Fledermäuse“, die keine richtigen Fledermäuse sind. Was offenbaren uns unsere Träume? Wen und was zeigen sie? Skulpturale Bilder für Botschaften, die keine Worte haben.


Nina Viktoria Naußed

Frau Nina Viktoria Naußed wurde mit einen dritten Preis ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von € 4.000 verbunden.


Viktoria Naußed RBP 20113
Plattenbau (Detail)

(GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Fotograf: Christoph Sandig)


Begründung der Entscheidung: Eine Erkundung des Morbiden. Äußerlich ziemlich gleichförmige, kastenartige Raum-Blöcke, mit räudiger Oberfläche und Fenstern oder auch scheinbar zufälligen Öffnungen. Ein ganzes Plattenbau-Hochhaus. Die Fenster wecken Neugierde auf das Innenleben. Ein einmontierter Türspion stachelt zum Voyeurismus an. Im Inneren vermüllte Hinterlassenschaften, Dreck, Gespinste, Moder. Alles menschenleer. Eine eigenartig reiche Ästhetik der Verwahrlosung, Zerstörung, des Verfalls. Das Gespenstische greift von innen nach außen. Wieviel, wie wenig nehmen wir von außen wahr? Was ist Hülle, was Seele? Welche Geheimnisse werden wir nie ergründen?

 

Blicke in die Ausstellung   

 Ausstellung Blick 2   Ausstellung Blick 1  

(GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Fotografin: Karola Bauer)

Katalog RBP 2013